Kurzarbeit
Das Wichtigste gleich vorweg in Kürze:

Was ist Kurzarbeitergeld?

Bei zeitweisen wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist ein Unternehmen unter Umständen berechtigt, Kurzarbeit anzuordnen. Das heißt:

Ziel des Kurzarbeitergelds ist die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmer sowie die Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Kurzarbeitergeld zu bekommen?

1. Erheblicher Arbeitsausfall in Verbindung mit einem Entgeltausfall:

Alle diese Voraussetzungen sind bei einem Corona-bedingten Arbeitsausfall in der Regel erfüllt, wenn nicht andere Gründe (z.B. Misswirtschaft, Insolvenz unabhängig von der Pandemie etc.) vorliegen ursächlich sind.

2. Arbeitsrechtliche Voraussetzungen

3. Betriebliche Voraussetzungen

4. Persönliche Voraussetzungen auf Arbeitnehmerseite

5. Anzeige bei der Bundesagentur für Arbeit

6. Zahlung des Kurzarbeitergeldes

Aktuelle Änderungen zum Kurzarbeitergeld aufgrund Corona

Unternehmen können Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 1. März nutzen, wenn bereits 10% der Arbeitnehmer vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher 1/3 der Arbeitnehmer. Außerdem werden die Sozialbeiträge in voller Höhe von der Bundesagentur für Arbeit erstattet. Selbst für Leiharbeiter kann nun Kurzarbeitergeld gezahlt werden.

Maximaler Bezug von Kurzarbeitergeld

Die gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate. In manchen Fällen kann diese jedoch auf maximal 24 Monate verlängert werden. Wenn sich innerhalb der Kurzarbeit die Verhältnisse normalisieren, kann die Kurzarbeit unterbrochen werden. Das Gute: Die „nicht verbrauchten Monate“ können an die genehmigte Dauer zusätzlich angehängt werden. Wurde die Kurzarbeit für drei Monate unterbrochen, ist ein neuer Antrag zu stellen.

Berechnung und Förderhöhe des Kurzarbeitergeldes

Die Höhe für das Kurzarbeitergeld ist der Nettoentgeltausfall. Dabei erhalten Kurzarbeitende grundsätzlich 60% der Nettoentgeltdifferenz. Für Haushalte mit mindestens einem Kind erhöht sich der Leistungssatz auf 67%.

Kosten für den
Arbeitgeber
(Sozialversicherungsbeiträge):

Die Agentur für Arbeit zahlt Kurzarbeitergeld nur für ausgefallene Arbeitsstunden. Durch die Gesetzesänderung erstattet die Bundesagentur für Arbeit die Sozialbeiträge, die für die Ausfallstunden anfallen, vollständig. Vorher mussten Arbeitgeber die Kosten für die Kurzarbeit mittragen – 80% der Sozialversicherungsbeiträge für das ausgefallene Bruttoentgelt (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, nicht jedoch Arbeitslosenversicherung).

info@twinwin.org
Alle Rechte vorbehalten.